Tiny World of Plants/ Schmuckkunst

Die vorliegende Arbeitsserie von Schmuckkunst trägt den Titel „Tiny World of Plants“ (winzige Welt der Pflanzen) aus den Jahren 2012- 2013.

 

 

Die Phase des Entwurfs

Wenn ich Entwürfe zu Arbeiten der Schmuckkunst mache, gehe ich folgender maßen vor. Zuerst fotografiere ich- als Inspiration- Nahaufnahmen von Pflanzen. Diese Aufnahmen vergrößere ich in einem Fotobearbeitungsprogramm, so dass Detailansichten von Pflanzen entstehen. Als eine erste Abstraktion entferne ich die Farbe aus den zu bearbeitenden Bildern. Anschließend gehe ich zu zeichnerischen  Techniken über, indem ich die Motive mit Bleistift nachzeichne und dabei viele Details vernachlässige. Danach verkleinere ich die Motive, so dass sie für den menschlichen Körper passend sind. Im nächsten Schritt der Ausarbeitung der Entwürfe für die Schmuckstücke lege ich auch die Farbigkeit für die spätere Emailarbeit, so wie die Linienführung des Halsreifens fest.

 

Die Umsetzungsphase

Jetzt geht es an die Umsetzung der Entwürfe in Metall. Als Material verwende ich legiertes Silber und Feinsilber für meine Schmuckstücke gerne, da auf ihnen die transparenten Emailfarben besonders gut zur Geltung kommen. Die Außenkonturen der Pflanzenmotive säge ich in Sterlingsilberblech aus. Um dem Werkstück mehr Plastizität zu geben, säge ich den Umriss einiger Binnenformen aus und biege sie dann nach oben.

 

Von Herausforderungen und Eigenheiten des Materials

Eine der größten Herausforderungen beim Emaillieren, ist das Löten am Metallträger. Silberlot enthält Zink, das beim Erhitzen des Metalls und des Lotes in die Oberfläche  des Grundmetalls diffundiert. Diese Tatsache hat zur Folge, dass das Email später an dieser Stelle entweder von der Oberfläche abplatzt, sich verfärbt oder nicht haften bleibt und sich deswegen von diesem Bereich zurück zieht. Aus diesen genannten Gründen benutze ich an Stelle des Lötens das Laserschweißgerät.

Bei der vorliegenden Arbeit fertige ich daher die Staubfäden und feinen Härchen der Pflanzenmotive aus einer speziellen Silberlegierung. Diese feinen Silberdetails lasere ich dann an die Grundplatte fest. Um dem ganzen mehr Stabilität zu verleihen, härte ich anschließend das Silber. Schließlich sind die einzelnen Werkstücke für das Emaillieren bereit. Weitere Details der Motive fertige ich aus flachem Feinsilberdraht an, die ich anschließend in der Cloisonné- Technik aufbrenne. Harmonische Übergänge im Farbauftrag erziele ich dadurch, dass ich die Emailfarben vorsichtig ineinander verwische.

 

Abschließende Arbeitsschritte

Abschießend fertige ich die Halsreifen für die Anhänger aus einem ovalen Silberdraht an, den ich an einigen Stellen, sowie an den Enden, schmaler und eckig schmiede. Anschließend biege ich diese Stellen als Schlingen und die Enden als Verschluss. Um zusätzlich Lebendigkeit zu erzielen, verdrehe ich den Draht in sich selbst. So wirkt der Halsreif wie eine Ranke. Die Anhänger befestige ich zum einem mit auf der Rückseite des Werkstücks angelöteten Ösen, oder zum anderen dadurch, dass ich den Anhänger zwischen den auf Abstand montierten Ebenen hindurch auf den Draht fädele.

{"autoplay":"true","autoplay_speed":3000,"speed":300,"arrows":"true","dots":"true"}
(Visited 173 times, 1 visits today)