Diplomarbeit- Metallgestaltung- Schmuck/ Objekt

Dies ist meine Diplomarbeit im Bereich Schmuck/ Objekt des Studiengangs Metallgestaltung an der HAWK Hildesheim. Mein Diplom habe ich erfolgreich im Sommersemester 2006 bei Professor Georg Dobler und Dipl.- Des. Ellen Ropeter abgeschlossen.

Das Thema meiner Diplomarbeit lautet Schmuckoberflächen- grafische Ausdrucksformen.

 

Künstlerischer Standpunkt

In meiner Arbeit setze ich mich mit der zeichnerischen und malerischen Darstellung von Pflanzen und Farben auseinander. Diese Motive entwickelte ich bildnerisch in Abstraktionsprozessen weiter.

Künstlerische Vorarbeit

So verwendete ich in meiner Diplomarbeit Zeichnungen von Naturstudien verschiedener Pflanzenmotive als Ausgangspunkt. In mehreren Schritten abstrahierte ich die einzelnen Motive immer mehr. Mit der Abstrahierung wächst der Grad an Geometrisierung der Form. Als zusätzliche Inspiration für die vorliegende Arbeit diente mir die theoretische Schrift „Punkt und Linie zu Fläche“ von Wassily Kandinsky. Zuerst fertigte ich Bilder mit Acrylfarbe auf DIN A2 Format an. Das Bildmotiv erhielt eine von mir gewählte Farbe, der Hintergrund eine dazu kontrastierende. Dieses Farbkonzept variiert innerhalb einer Motivgruppe und zwischen den einzelnen Gruppen. Im nächsten Schritt reduzierte ich das Format der Bilder drastisch, so dass ich sie für die Umsetzung als Schmuckobjekte verwenden konnte. Als Schmuckform wählte ich die Brosche, da sie beste Möglichkeit bietet, bildnerische Gestaltungselemente in Schmuck zu übertragen.

Umsetzung

Um die Umsetzung der bildnerischen Motive in Schmuckstücke zu realisieren, verwendete ich verschiedene Techniken und Materialien. Für die blauen oder grünen Flächen verwendete ich Emailfarben, die ich auf 925- Silberblech aufbrannte, da auf diesem Untergrund die Emailfarben besonders gut wiedergegeben werden. Die gelben und roten Flächen erzielte ich mit der chemischen Färbung von Metallen. Hierzu verwendete ich folgende Buntmetalle: Kupfer, Messing und Tombak. Einerseits setzte ich für die plastische Gestaltung der Broschen die Abschlagtechnik ein, um ein Relief zu erhalten. Andererseits schichtete ich mehrere Ebenen übereinander, um eine räumliche Tiefenwirkung zu erreichen. Damit gelang es mir, Motive von zweidimensionalen Bildern in die dritte Dimension zu übertragen.

Reflexion

Zu den in Acryl gemalten Bildern fertigte ich insgesamt acht Broschen an. Die hier gezeigten Broschen bilden eine dreier Gruppe. Schrittweise wurden die pflanzlich- organischen Ausgangsmotive zu geometrisch- abstrakten Formen verfremdet, so dass der Betrachter nicht mehr unmittelbar auf den realen Ursprung der Motive zurück schließen kann. Ist in der ersten Brosche noch die Pflanzliche Form zu erkennen, nimmt die Geometriesierung des Motivs bei den nächsten beiden Broschen zu. Die von mir gewählte Farbgebung der Motive unterstreicht den Kontrast der natürlichen und der technischen Welt. Orange- braune versinnbildlichen die Natur mit ihren, warmen, gedämpften Farben, ihren organischen Formen, und dem erdigen Geruch der Verwesung. Kalte Blau- Töne und geometrische Formen dagegen sind der technischen Welt zugeordnet. Sind die Formen und Farben  in der ersten Brosche der Natur zu zuordnen, werden die Naturformen der anderen Broschen geometrisiert und somit der technischen Welt angepasst. Nur durch die Farbgebung der Gestaltung kann auf den Ursprung des Motivs zurückgeschlossen werden.

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